Stadtplan

Stadtplan

01. Ringmauer

Zur Ringmauer, der einst 2.488 m langen und durchschnittlich 6 - 9 m hohen Verteidigungsanlage, gehörten über 60 Wiekhäuser, Türme und Tore. Von den Wiekhäusern sind nur noch einige Fundamente in Form von Mauerkästen zu erkennen.
Mit dem Pulverturm und dem Kiek in de Mark sind zwei Türme und mit dem Mühlen- und dem Prenzlauer Tor zwei Tore erhalten geblieben.

Ringmauer

02. Prenzlauer Tor

Das Prenzlauer Tor ist ein Backsteinbau auf älterem Granitquadersockel. Seine Höhe beträgt 25,6 Meter. Es wurde im 14. und 15. Jh. erbaut. Über dem Torbogen ist das Bauwerk in drei Etagen gegliedert. Verbunden mit einem Nebengebäude ist das Prenzlauer Tor heute Stadtmuseum und Künstlergedenkstätte Paul Holz.

Prenzlauer Tor

03. Kiek in de Mark

Der aus einem quadratischen Unterbau zylindrisch aufsteigende Turm endet im achteckigen Backsteinhelm über einem Zinnenkranz. Er wurde einer Sage nach 1445 erbaut, ist 20,2 m hoch und hat historisch eine interessante Geschichte.
Von einem Siegeszug aus Prenzlau brachten die Pasewalker ungefähr 200 Gefangene mit. Freigegeben wurden die Gefangenen gegen Zahlung eines hohen Lösegeldes. Von diesem Lösegeld bauten die Pasewalker an der Südseite der Stadtmauer einen Turm, der „Kiek in de Mark“ genannt wurde.

Kiek in de Mark

04. Bürgerheim

Dieser Fachwerkbau, welcher im 18. Jh. erbaut wurde, ist 1901 vom Magistrat der Stadt Pasewalk erworben und als wohltätige Einrichtung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt worden. 1986/88 wurde das Bürgerheim rekonstruiert.
Heute dient es wieder sozialen Zwecken.

Bürgerheim

05. Bibliothek

(Montierungsgebäude)

Die Bibliothek ist ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jh. (um 1740 erbaut). Zu der Zeit war das Haus Montierungsgebäude der Garnison und diente als Magazin militärischer Ausrüstungen.
1980 wurde in diesem Gebäude eine Bibliothek eingerichtet. Von 1991-1997 wurde die Bibliothek rekonstruiert.

Bibliothek

06. Amtsgericht

Die Grundsteinlegung für das Amtsgericht war 1903. Das Amtsgericht befindet sich auf dem ehemaligen Klosterhof und ist 1905 in Nutzung gegangen. Der Anbau wurde 2003/04 errichtet.

Amtsgericht

07. Gymnasium „Oskar Picht“

Das Gebäude des Gymnasiums ist als Höhere Mädchenschule errichtet worden und wird seit 1908 als Gymnasium genutzt. Aufgrund der hohen Schülerzahlen wurde 1997 ein Anbau notwendig.

Gymnasium

08. Mühlentor

Das Mühlentor gehört ebenfalls zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. Es ist im 14./15. Jh. erbaut worden. Der Backsteinbau mit achteckiger Turmaufstockung und gemauertem Helm verfügt im Unterbau über Wandflächen, die durch lange Blenden über deutschem Band gegliedert sind. Die ehemaligen Zinnen in zwei Ebenen fehlen. Das Tor ist 25,1 m hoch.

Mühlentor

09. Rathaus

Das Rathaus wurde 1928 als Finanzamt erbaut. Nach der Zerstörung des Rathauses am Markt 1945 wurde es Sitz der Stadtverwaltung.
Im Anbau, der 1997 errichtet wurde, befinden sich die Sitzungssäle.

Rathaus

10. St. Spiritus Hospital

St. Spiritus ist ein Backsteinbau aus dem 14. und 15. Jh. mit nachgewiesener Warmluftheizung aus dem 13. Jh. Es umfasst drei Gebäude und war Hospital zum Heiligengeist und Armen- und Altersheim. Heute ist St. Spiritus ein evangelisches Pflegeheim.

St. Spiritus

11. St. Otto

Die katholische Kirche wurde 1885 dem pommerschen Bischof und Missionar Otto von Bamberg geweiht.

St. Otto

12. St. Nikolai

Die Nikolaikirche ist die größte Feldsteinkirche Mecklenburg-Vorpommerns, eine aus regelmäßig geschichteten Granitquadern erbaute Kreuzkirche. Der Turm hat eine Höhe von 29,7 m.
Sie ist die älteste Stadtkirche in Pasewalk. Die Entstehungsgeschichte geht auf das 12. Jh. zurück.
1615 brannte die Kirche aus und erhielt einen Renaissanceturm, der 1945 zerstört und dann abgetragen wurde.

St. Nikolai

13. Pulverturm

Der Pulverturm ist ein zylindrischer Bau mit einer achteckigen Ziegelspitze. Der Innendurchmesser beträgt 4,3 m, die Mauerstärke ist 1,85 m. Er weist eine stattliche Gesamthöhe von 27,4 m auf. Der Zinnenkranz und die Schießscharten geben dem Turm noch heute ein wehrhaftes Aussehen.

Pulverturm

14. Superintendentur

Ehemaliges Jagdschloss der Pommernherzöge

Dieses im 16. Jh. gebaute zweigeschossige Renaissancegebäude ist von eckiger Grundform, mit einem Walmdach versehen. Die abgestuften Strebepfeiler geben dem gesamten Bau eine gewisse Belebung.
1790 wurde das Gebäude, wie auch 1976-78, durchgreifend instand gesetzt.
Bis ca. 1630 war es ein Jagdschloss der pommerschen Herzöge, danach wurde es als Wohngebäude durch die evangelische Kirche genutzt. Friedrich II. war hier gern zu Gast.

Superintendentur

15. Kommandeurhaus Villa Knobelsdorff

Das Gebäude wurde 1897 errichtet. Bis Ende des II. Weltkrieges wohnte hier der Standortälteste von Knobelsdorff. Das Gebäude wurde nach ihm benannt. Heute beherbergt das Gebäude ein Hotel und Restaurant.

Kommandeurhaus Villa Knobelsdorff

16. Kürassierpark

ehemaliges Offizierskasino

Das Offizierskasino der Pasewalker Kürassiere wurde im Zeitraum von 1867 bis 1869 mit Parkanlagen geschaffen. Das Kasino als klassizistischer Bau ist 1951/52 erweitert worden, aber architektonisch erhalten geblieben.

Ehemaliges Offizierskasino

17. St. Marien

Die St. Marien Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche aus dem 14. Jh., aufgebaut auf einem Granitquadersockel aus dem 13. Jh. Nach dem Einsturz des Turmes 1984 und der daraus resultierenden Sprengung wurde sie, was ihr äußeres Erscheinungsbild anbetrifft, wieder aufgebaut. Der Turm von St. Marien beherbergt das größte Geläut Vorpommerns und ist 78,5 m hoch.

St. Marien

18. Elendenhaus

An der südlichen Mauer des Marienkirchhofes befindet sich das Elendenhaus. Dieser Ziegelrohbau, der leider vor Jahren abgeputzt wurde, war Wohnhaus der Angestellten der Marienkirche. Es war davor Wohnung des Totengräbers und ist das älteste Wohnhaus Pasewalks. Der ursprüngliche Zweck des Gebäudes war eine Herberge für mittellose Fremde und Pilger, die durch die Elendenbruderschaft geführt wurde. 1563 wurde die Herbergsstiftung aufgelöst.

Elendenhaus

19. Kürassierdenkmal

Am 11.06.1922 als Denkmal für die im I. Weltkrieg gefallenen Königin Kürassiere eingeweiht.
Der vordere Gedenkstein wurde 1990 für die Toten beider Weltkriege ergänzt.

Kürassierdenkmal

20. Rotes Hospital

Das Rote Hospital wurde 1851 im Stil eines neoromanischen Baus fertiggestellt. Wegen der roten Klinker bekam es seinen Namen. Im Haus befinden sich Wohnungen für ältere Menschen, die durch die Geistliche Evangelische Stiftung Pasewalk betreut werden.

Rotes Hospital

21. Kürassierkaserne - Historisches U

Der Kasernenkomplex wurde 1879-82 erbaut, 1899-00 erweitert. Durch Verlegung eines Regiments Schulenburg-Dragoner von Halberstadt nach Pasewalk war die Stadt seit 1721 Garnisonsstadt. Die Kaserne wurde bis 1991 durch das Militär genutzt und ist heute Standort der Kreisverwaltung Vorpommern-Greifswald.

Kürassierkaserne

(A) Anklamer Tor

ehemaliges Jagower Tor

Giebelmalerei in der Ueckerstraße/Marktstraße 1999 gemalt von der französischen Künstlergruppe Cité de la Création.

Anklamer Tor

(B) Liebesgrotte

1903 zu Ehren des Initiators der Anlagen, Bürgermeister Albert Will, entstanden. Sie besteht aus vulkanischem Tuffstein und bildet mit dem Goldfischteich den ehemaligen Mittelpunkt des ersten Bürgerparks (angelegt 1898) unserer Stadt.

Liebesgrotte

(C) Neue Apotheke

1895 gebaut - Ueckerstraße/Grabenstraße - heute privates Ärztehaus

Neue Apotheke

(D) Trümmerkugel Pasewalk-Police-Phoenix

Pasewalk-Police-Phoenix ist ein grenzüberschreitendes Projekt des schweizerisch-kanadischen Künstlers Ernest Daetwyler, errichtet aus ca. 30 Tonnen Kriegstrümmern des II. Weltkrieges aus Pasewalk und Police.
Fragmente der Gewalt spiegeln sich in der fünfeinhalb Meter hohen Kugel wieder. Die Kugel wurde im Dezember 2009 eingeweiht.

Trümmerkugel Pasewalk-Police-Phoenix

(E) Denkmal Dr. Erich Paulun

Dr. Erich Paulun wurde 1862 in Pasewalk geboren. Die Ehrung Pauluns ist ein besonderes Ereignis, weil sich nicht nur Pasewalk, seine Heimatstadt, sondern auch drei Universitäten, zwei aus China und eine aus Deutschland, beteiligten. Die Gründe sind die Zusammenarbeit deutscher und chinesischer Persönlichkeiten, die in beispielhafter Weise, trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede, zum Wohl der Kranken, zur akademischen Ausbildung junger Menschen und zum wissenschaftlichen Fortschritt einen großen Beitrag geleistet haben.
Die berufliche Schule an der Asklepios-Klinik Pasewalk trägt den Namen „Dr. Erich Paulun“.

Stele Dr." Erich Paulun".

 

Quelle: Stadt Pasewalk